WAS IST HOMBIS SALON?

Lange träumte ich von meinem eigenen Salon.

Nach dreissig Jahren Wanderschaft und dem Privileg, als Sänger, Schauspieler und Theatererfinder an vielen wichtigen Bühnen und Festivals tätig gewesen zu sein, geht nun mein Wunsch in Erfüllung.

In Zürich habe ich einen Ort gefunden, an dem ich meine Leidenschaften als Gastgeber und Musiker vereinen kann.
Die Begegnung mit den Leuten der Baugenossenschaft ‘Mehr als Wohnen‘ kann ich nur als Glücksfall bezeichnen. Im September 2014 durfte ich einen von acht Räumen auf dem Hunzikerareal auswählen. Nach wenigen Tagen war ich mir sicher, dass dies der richtige Ort für HOMBIS SALON ist. Es ist eine einmalige Zusammenarbeit entstanden, die ich so in meinem Leben noch nie erfahren durfte. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für diese tolle und wichtige Zeit.

Im Zentrum von Hombis Salon am Dialogweg 11 stehen Herd und Flügel, Kochen und Musik. Jeweils Donnerstag bis Sonntag ab 18 Uhr gibt es eine Tavolata. Später am Abend wechsle ich fliegend vom Herd zum Flügel, denn Kochen und Singen gehen bei mir Hand in Hand. Interessante eingeladene Musiker sorgen im Salon für unvergessliche Abende.

Der Preis für eine viergängige Tavolata (Antipasti, Primo, Secondo, Dessert) beträgt CHF 100.- (Getränke inklusive). Hombis Salon ist ein Ort, an dem man auch nach 21 Uhr auf ein Glas Wein und Live-Musik vorbeikommen kann.

An ausgewählten Abenden gibt es statt der Tavolata Spontankonzerte für bis 70 Leute. Hier verwöhne ich meine Gäste mit Buffet und Getränken. Eintritt CHF 20, Speisen und Getränke separat.

Ich freue mich, Sie in Hombis Salon begrüssen zu dürfen.
Christoph Homberger

HOMBI 1


Solange ich Christoph Homberger kenne, ist er immer eine ganze Gruppe von Hombergern gewesen. Was natürlich nicht stimmen kann, denn er ist zweifelsohne immer nur die eine Person. Eine wunderbare, singuläre, vielfältige. Homberger ist Opernsänger, Winterreisender, einmal auch Meistersinger, oft (und zu meinem Glück!) ein inspirierender musikalischer Leiter, Chordirigent, Schauspieler, Müllersbursche, Riesenbutzbacher sowie Bohème des Pariser Lebens. Er ist Begründer und Impresario des Chores der Werktätigen an der Berliner Volksbühne, Initiator, Arrangeur, Salonist, Dozent, Stückemiterfinder. Und Christoph ist ein grandioser Gastgeber. Und Koch. Und dass all dies nun zusammenkommt, in einer von ihm eröffneten Salon-Beiz in Zürich, ist die seltene Ausnahme von der Utopie-Regel. Vielleicht die einzige. Aber es verwundert nicht eine Sekunde lang, dass sie ausgerechnet bei Christoph Homberger zur Anwendung gelangt.

Christoph Marthaler / Regisseur

HOMBI 2


In Hombis Salon besingt die Nachtigall den Mond. Fallen die Sterne aus dem Himmel in herrlich dampfende Schüsseln, die an eine Ouvertüre Richard Wagners erinnern. Irgendwo in der Ferne tanzt ein Elefant einen trägen Tanz mit einer überirdischen Eleganz, die ihn schier unsichtbar macht.
Wehmut hängt über dem perfekt gedeckten Tische. Alles ist ruhig, in den Herzen herrscht Frieden. Jemand steht auf, klopft kurz an sein Glas und singt ein trauriges Lied über vergangene Zeiten. Der Beifall im Salon klingt wie ein sanfter Regen. Noch einer steht auf und erzählt eine Geschichte, die derart unwiderstehlich witzig ist, dass einem vor Lachen die Tränen herunterlaufen. In den Tellern funkeln Berührung und Trost. Alte Rituale. Lachen und Tränen. Geboren werden und sterben. Es wird alles am Tisch entschieden. Das Bild des Tisches nach dem Essen, nach dem letzte Kaffee, nach dem letzten Marc de Bourgogne, nach dem Abschied. Ich liebe es. Ich liebe die letzten Kleckse, die Flecken, die Ãœberreste eines göttlichen Diners. In den angebrochenen Weinflaschen ruhen die Worte der Tischgeister. In den schmutzigen Tellern liegen die Diskussionen in Fetzen. Die Witze sind ausgelacht, die Besprechungen und der Klatsch liegen zusammengefaltet in zerknitterten Servietten. Am Tisch herrscht Ruhe. Jetzt werden die Teller aufgeschichtet, Messer und Gabeln eingesammelt, die Gläser wieder sauber in Reih‘ und Glied gestellt, die Fleischschüsseln und Suppenterrinen ab in die Küche und das Tischtuch in den Waschkorb geworfen. Vom Aufräumen eines Tisches geht ein Gefühl von innerer Läuterung aus; es blickt auf Zurückhaltung voraus, auf ein neuen Start, auf ein neuen Tisch. So stelle ich mich Hombis Salon vor. Ein mythischer Ort in Zürich, wo Hombi kocht und singt und Liebe verbreitet. Der Seemann hat das Meer verlassen und Land gefunden. Endlich.
Con amore!

Wim Opbrouck / Schauspieler

HOMBI 3


Ein Traum wird wahr!
HOMBIS SALON öffnet sich dem geneigten Publikum,
macht Küche und Konzert zum Gesamterlebnis.
Solange wir alle Christoph Homberger kennen, war der Traum,
seine beiden Leidenschaften, das Singen und das Kochen mit dem Sozialen zu vereinen, die geheime Kraftquelle im allzu strapaziösen Kulturbetrieb auf den Bühnen der Welt. Nach 20 Jahren hat er diesen Traum bei den Hörnern gepackt.
Und er wird Realität:
Uns zur Freude können wir Christoph nun voll und ganz erleben -
zwischen Küche und Konzertflügel in HOMBIS SALON!

Albrecht Puhlmann / Dramturg & Intentant